Sind viele Wasserstoffatome in Flüssigkeiten chemisch gebunden, spricht man von so genannten flüssigen Hydriden. Ein gängiges Beispiel dafür ist Methanol (CH3OH). Vorteil der flüssigen Hydride gegenüber anderen Möglichkeiten der Wasserstoff-Speicherung ist, dass sich diese Hydride ähnlich wie Benzin handhaben lassen. So ließe sich bspw. Methanol im Gegensatz zu Wasserstoff mit nur relativ geringen technischen Modifikationen in die bestehende Tankstellen-Infrastruktur einbeziehen und auch das Tanksystem an Bord der Fahrzeuge wäre nahezu identisch mit dem von benzinbetriebenen Fahrzeugen. Nachteilig dagegen ist, dass eine chemische
Bindung von Wasserstoff an Kohlenwasserstoffen - wie das ja auch bei Benzin
und Diesel der Fall ist - bei der Verbrennung Kohlenmonoxid und -dioxid
freisetzt. Zwar wären diese Emissionen im Falle von Methanol
etwa um 1/3 gegenüber dem benzinbetriebenen Fahrzeug reduziert, bei purem
Wasserstoff als Treibstoff fielen diese dagegen komplett weg. Momentan gibt es zwei verschiedene Konzepte, um Methanol als Kraftstoff im Fahrzeug zu verwenden: - Mit Hilfe von Reformern an Bord der Brennstoffzellenfahrzeuge kann aus dem Methanol Wasserstoff produziert werden, der dann wie gewohnt in Brennstoffzellen umgewandelt werden kann. - Ein anderer Ansatz besteht darin, die chemisch gebundene Energie des Methanols in speziellen Brennstoffzellen direkt in elektrische Energie umzuwandeln. Solche Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) sind momentan jedoch noch nicht hundertprozentig ausgereift, obwohl bereits viel versprechende Durchbrüche erzielt wurden. zurück zum Kapitel Wasserstoff-Speicher weiter zum Kapitel Sicherheitsaspekte |