Der Wasserstoff - Hubkolbenmotor: |
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Der
Wasserstoff-Hubkolbenmotor
basiert grundsätzlich auf der Technik eines konventionellen
4-Takt-Ottomotors, nur mit dem generellen Unterschied, dass an Stelle von
Benzin Wasserstoff verbrannt wird.
Dies funktioniert nach dem Prinzip der
sogenannten Knallgasreaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser.
Dabei wird Wasserstoff mit Sauerstoff zu einem hochexplosiven Gasgemisch
vermengt, mit Hochdruck in den Zylinderraum eingespritzt und nach einem
Verdichtungsvorgang durch Zugabe von Aktivierungsenergie in Form einer
Zündung zur Reaktion gebracht.
Die durch die Explosion verursachte
Druckwelle drückt einen Kolben nach unten. Durch ein Schwungrad wird der
Kolben wieder nach oben gehoben und verdichtet erneut das in der
Zwischenzeit über die Ventile ausgetauschte Gasgemisch.
Der gesamte Vorgang wird ab diesem Punkt wiederholt. Der Kolben und
das Schwungrad sind mit einer Kurbelwelle verbunden, die durch die
Bewegung des Kolbens in Rotation gebracht wird. Diese Kurbelwelle treibt
dann über ein Getriebe die Antriebsräder des entsprechenden Fahrzeuges
an. Somit wird die chemisch gespeicherte Energie des Wasserstoffs wie beim
mit Benzin betriebenen Ottomotor durch Verbrennung und mechanische
Übersetzungen in kinetische Energie des Fahrzeuges umgewandelt.
Natürlich müssen an den
Kraftstoffleitungen, den Dichtungen und sämtlichen anderen Teilen, die mit dem
ultrakalten Treibstoff in Berührung kommen, gewisse Modifikationen vorgenommen
werden, um das Fahrzeug für den Wasserstoff-Betrieb zu optimieren. Auch die
Motor-Steuerelektronik muss auf die Zündeigenschaften des Treibstoffs
Wasserstoff umgestellt werden.
Die Verbrennung des Gasgemisches erfolgt generell mit hohem
Luftüberschuss. Die zusätzliche Luft im Brennraum nimmt Wärme
auf und senkt damit die Flammentemperatur unter die kritische Grenze,
oberhalb derer sich das Wasserstoff-Luft-Gemisch selbst entzünden kann. Somit werden
Fehlzündungen und ein unrundes Laufen des Motors unterbunden und
gleichzeitig die Entstehung von Stickstoffoxiden bei der Verbrennung
vermieden. Diese entstehen nämlich hauptsächlich bei hohen
Verbrennungstemperaturen durch Oxidierung des in der Luft enthaltenen
Stickstoffes.
Beim Wasserstoff-Verbrennungsmotor besteht die Möglichkeit einer
sogenannten bivalenten Auslegung. Das heißt, der Motor kann sowohl mit
Wasserstoff als auch mit Benzin betrieben werden. Gerade für die
Übergangszeit bis zum Aufbau einer flächendeckenden
Wasserstoff-Infrastruktur hat der Wasserstoff-Verbrennungsmotor daher als
saubere Antriebsalternative sehr gute Aussichten. Auf lange Sicht gesehen
unterliegt der Verbrennungsmotor aufgrund seines geringeren
Gesamtwirkungsgrad allerdings dem Brennstoffzellenantrieb.
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