Grafitnanofaser - Speicherung (GNF):



Ein sehr viel versprechendes Verfahren der Wasserstoffspeicherung, zu dem jedoch momentan noch Grundlagenforschung betrieben wird, ist die Graphitnanofaserspeicherung. Wasserstoff lagert sich dabei bei einem Druck von 136 bar in mehreren Lagen auf Graphitfasern mit Querschnitten von 5 - 100 nm und Längen von 5 - 100 μm an. Der Anlagerungsmechanismus ist noch nicht genau geklärt, jedoch wird vermutet, dass sowohl Absorption als auch Adsorption stattfindet. 

In Graphitnanospeichern (GNF) sollen zwischen 7,5 und 75 % des Karbongewichts in Form von Wasserstoff gespeichert werden können. Die Northeastern University in Boston hat in ersten Versuchen mit sogenannten Carbonnanotubes bereits eine Speicherfähigkeit von 10 - 15 % des Karbongewichts nachgewiesen.

Ein GNF-Fahrzeugtank von etwa 25 l Volumen und 15 kg Graphitmasse könnte einem viersitzigen Kleinwagen mit Brennstoffzellenantrieb umgerechnet mindestens 1.500 km Reichweite ermöglichen, evtl. auch deutlich mehr (bis zu 6000 km werden vermutet). Durch diese extrem hohe Speicherdichte könnte man sich auch vorstellen, dass die Betankung eines Fahrzeuges beispielsweise durch das Auswechseln von Kartuschen erfolgen könnte und anstelle des Fahrzeugtankes sich ein Steckplatz für die Kartuschen im Fahrzeug befinden würde.



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