Für die Entwicklung des wie seine Vorgänger auf dem erfolgreichen Compact Van Zafira basierenden HydroGen3 zeichnet das von Opel und GM gemeinsam betriebene Entwicklungszentrum für alternative Antriebe (GAPC - Global Alternative Propulsion Center) mit Standorten im deutschen Mainz-Kastel sowie in Warren und Rochester (USA) verantwortlich Das prominenteste
Bauteil, auf das man beim HydroGen3 verzichten konnte, ist die
Hochleistungs-Pufferbatterie. Dieser Energiespeicher diente beim HydroGen1 noch
dazu, Leistungsspitzen des Antriebs abzudecken, wurde jetzt aber überflüssig,
weil die GAPC-Ingenieure das Brennstoffzellen-System dynamisch so optimiert
haben, dass es den Lastbedarf unverzüglich aus eigener Kraft bereitstellen
kann. Dieser Fortschritt bringt eine Gewichtseinsparung von fast 100 Kilogramm und weiterhin den Vorteil mit sich, dass der Laderaumboden des
Wasserstoff-Zafira jetzt dem Niveau des Serienmodells entspricht. Damit steht im
HydroGen3 der volle Laderaum des Zafira in der Fünfsitzer-Anordnung zur Verfügung. Die
Optimierung der Architektur des gesamten Brennstoffzellen-Systems führte außerdem dazu, dass das durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in
den Zellen anfallende Wasser ausreicht, um den Feuchtigkeitsbedarf der
Brennstoffzellen-Membranen zu decken. Das machte zusätzliche externe
Befeuchtungskomponenten für die Zellen überflüssig und bedeutete weitere
Raum- und Gewichtsvorteile. Weiterentwickelt
wurde auch das elektrische Traktionssystem, das jetzt wesentlich kompakter
ausgelegt ist. Das komplette, aus Wechselrichter, Elektromotor sowie Getriebe
mit Parksperre und Differential bestehende Modul, das zwischen dem
Gleichspannungswandler und der Antriebswelle als Schnittstellen positioniert
ist, wiegt insgesamt nur 92 Kilogramm. Zudem kann es jetzt auf den vorhandenen
Lagerpunkten des Zafira montiert werden, was einen weiteren Schritt in Richtung
Seriennähe bedeutet. Hierzu gehört auch eine wesentliche Komfortverbesserung,
die der HydroGen3 gegenüber seinem Vorgänger aufweist: An Bord des Versuchsträgers
sorgt nun eine elektrisch betriebene Klimaanlage für angenehme Temperaturen. Außerdem verfügt das Fahrzeug über ein komplettes Diagnosesystem, das den
Fahrer laufend über den Zustand aller Systeme informiert. zurück zum Kapitel Fahrzeugkonzepte |
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